Wenn Sie im Schlaf häufig sabbern, sollten Sie diese 6 Krankheiten überprüfen

Das Problem des Sabberns im Schlaf sollte nicht ignoriert werden

Sabbern im Schlaf ist ein weit verbreitetes Phänomen. Tritt es jedoch bei Erwachsenen häufig auf, kann es ein Anzeichen für bestimmte ernsthafte Gesundheitsprobleme sein.

Woher kommt der Speichel?

Der Speichelfluss wird vom autonomen Nervensystem gesteuert und funktioniert unwillkürlich wie der Herzschlag. Die Speicheldrüsen im Mund werden in große und kleine Speicheldrüsen unterteilt. Es gibt drei Paare großer Speicheldrüsen:

  • Sublingualdrüsen
  • Ohrspeicheldrüsen
  • Unterkieferdrüsen

Diese Speicheldrüsen arbeiten kontinuierlich, halten die Mundhöhle feucht, desinfizieren und reinigen den Mund und unterstützen die Verdauung. Bei gesunden Erwachsenen beträgt die tägliche Speichelmenge 1 bis 1,5 Liter, durchschnittlich etwa 30 ml pro Stunde. Die Speichelsekretion nimmt beim Essen oder bei Stimulation der Gehirnnerven zu.

Mundatmung, Stress, Müdigkeit oder falsche Schlafpositionen können zu Sabbern im Schlaf führen.

Wann sollten Sie sich wegen Sabbern Sorgen machen?

Bei Kindern tritt dieses Phänomen häufig auf, da ihre Mundmuskulatur noch nicht vollständig entwickelt ist. Wenn jedoch ein Erwachsener plötzlich im Schlaf häufig sabbert, sollte er auf folgende gesundheitliche Probleme achten:

1. Munderkrankungen

Rachenentzündungen, Zahnfleischentzündungen und Kieferentzündungen können die Speicheldrüsen zu vermehrter Speichelproduktion anregen, was zu vermehrtem Speichelfluss führt. Auch Zahnfehlstellungen, lockere Zähne oder Beschwerden durch Zahnprothesen können diese Erkrankung verursachen. Wenn das Problem auf Mundgesundheit zurückzuführen ist, können rechtzeitige Korrekturen zur Verbesserung der Situation beitragen.

2. Gesichtslähmung

Bei einer Gesichtslähmung sind die Muskeln auf einer Gesichtshälfte gelähmt, was die Kontrolle des Speichelflusses erschwert. Wenn der Speichelfluss mit einem schiefen Mund einhergeht, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

3. Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

Ein abnormaler Magensäurespiegel kann einen erhöhten Speichelfluss auslösen. Menschen mit GERD leiden häufig unter Speichelfluss und Symptomen wie saurem Reflux, Sodbrennen und Brustschmerzen.

4. Parkinson-Krankheit

Bei Parkinson-Patienten ist die Schluckfunktion beeinträchtigt, wodurch sich Speichel ansammelt, anstatt rechtzeitig geschluckt zu werden. Darüber hinaus können Nervenschäden eine übermäßige Speichelproduktion fördern, was zu ständigem Speichelfluss führt.

5. Zerebrale Thrombose (Schlaganfall)

Verstopfungen der Hirngefäße können die Funktion der Halsmuskulatur beeinträchtigen und den Speichelfluss im Schlaf behindern. Begleiten Symptome wie ein schiefer Mund, einseitig fließender Speichelfluss und Schwierigkeiten beim Augenschließen, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

6. Arteriosklerose

Arteriosklerose reduziert die Durchblutung des Gehirns, was zu Sauerstoffmangel führt und die Funktion der Gesichtsmuskulatur beeinträchtigt. Menschen mittleren und höheren Alters mit hohem Blutdruck, hohem Cholesterinspiegel oder Diabetes sollten besonders vorsichtig sein.

So verbessern Sie den Sabberfluss im Schlaf

1. Passen Sie Ihre Schlafposition an

Schlafen auf dem Rücken kann den Speichelfluss reduzieren, die Entwicklung verschiedener Körperorgane ausgleichen und eine bessere Atmung fördern. Vermeiden Sie es, auf dem Bauch zu schlafen oder zu lange in einer Position zu verharren. Ein U-förmiges Nackenkissen kann den Nacken stützen und eine korrekte Schlafhaltung unterstützen.

2. Achten Sie auf die Mundhygiene

Achten Sie auf Ihre tägliche Mundpflege: Spülen Sie Ihren Mund nach dem Essen aus, putzen Sie Ihre Zähne morgens und abends, verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasta und reinigen Sie Ihre Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich mit Zahnseide. Wenn Sie Probleme mit Ihrer Mundgesundheit haben, sollten Sie diese umgehend behandeln, um langfristige Folgen zu vermeiden.

3. Medikamente anpassen

Wenn der Speichelfluss mit Medikamenten zusammenhängt, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um alternative Möglichkeiten zu prüfen. Ändern oder beenden Sie die Einnahme verschriebener Medikamente jedoch nicht ohne ärztlichen Rat.

In manchen Fällen kann es normal sein, im Schlaf zu sabbern. Wenn dies jedoch anhält, achten Sie auf Warnsignale für zugrunde liegende Gesundheitsprobleme und suchen Sie bei Bedarf einen Arzt auf.

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