Wie man Kakis aus Samen zieht

Kakis (Diospyros spp.) beeindrucken das ganze Jahr über mit ihrem prächtigen Laub und den leuchtend orangefarbenen Herbstfrüchten und setzen so in der sonst eher eintönigen Spätsaison farbenfrohe Akzente. Es gibt über 400 Kaki-Arten, aber nur wenige werden regelmäßig kultiviert, darunter die Virginische Kaki (Diospyros virginiana) und die Japanische Kaki (Diospyros kaki). Beide lassen sich gut aus Samen ziehen, wobei die Vermehrung mitunter etwas knifflig sein kann, insbesondere wenn man eine bestimmte Sorte oder einen bestimmten Züchtungstyp vermehren möchte.

Tipps zum Anbau von Kakis aus Samen

Gewöhnliche Kakis sind deutlich schwieriger anzubauen als japanische Kakis.
Die meisten in Gärten und Parks angepflanzten Kakis sind spezielle Sorten, wie beispielsweise ‘Miller’ (Diospyros virginiana ‘Miller’) und ‘Fuyu’ (Diospyros kaki ‘Fuyu’). Diese wurden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften gezüchtet und müssen vegetativ durch Stecklinge oder Veredelung vermehrt werden, um ihre Qualitäten zu erhalten. Aus Samen gezogene Bäume tragen möglicherweise nicht die gleiche Qualität oder Menge an Früchten, und auch ihre Winterhärte und Krankheitsresistenz können variieren. Dennoch ist es möglich, einen Baum mit schmackhaften Früchten und dem gleichen attraktiven Aussehen wie andere Kakibäume zu erhalten.

Ernte von Kakisamen

Kakisamen keimen am besten frisch. Sammeln Sie sie daher im Herbst, sobald die Früchte weicher werden. Verwenden Sie nur vollreife Kakis ohne Vogelfraß, Flecken oder grüne Schale. Nach dem Aufschneiden der Frucht entnehmen Sie einige Samen und weichen diese einige Tage in warmem Wasser ein, um anhaftendes Fruchtfleisch zu lösen. Reiben Sie die Kakisamen vorsichtig unter fließendem Wasser ab, um sie zu reinigen. Sie können die Samen sofort aussäen oder bis zur Keimung an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.

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Saatgutbehandlung

Kakisamen benötigen eine Kälteperiode, um zu keimen. Dieser Kälteprozess, auch Kältestratifikation genannt, ahmt die natürliche Überwinterung von Samen im Freien nach. Wickeln Sie die Samen in angefeuchtetes Sphagnummoos oder ein Papiertuch und legen Sie sie für zwei bis drei Monate in einen Plastikbeutel oder ein Glas in den Kühlschrank. Falls das Moos oder das Papiertuch austrocknet, besprühen Sie es leicht mit Wasser, um die Kakisamen feucht zu halten.

Samenkeimung

Kaki-Sämlinge entwickeln zunächst eine lange Pfahlwurzel. Daher sollten sie in großen Plastiktöpfen vorgezogen werden, die der Wurzelbildung ungestört ermöglichen. Säen Sie einen Samen pro Topf in sterile Blumenerde und achten Sie darauf, dass der Topf Abzugslöcher im Boden hat. Pflanzen Sie die Samen 5 cm tief und stellen Sie die Töpfe an einen warmen, hellen Ort. Falls die Tagestemperaturen unter 21 °C bleiben, können Sie die Töpfe mit einer Heizmatte wärmen. Kleine Kaki-Sämlinge sollten in sechs bis acht Wochen erscheinen.

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Keimungstipps:
Persimonensamen haben eine relativ niedrige Keimrate von 25 bis 35 Prozent. Beginnen Sie daher mit mehreren Samen, um Ihre Erfolgschancen zu erhöhen.

Sämlingspflege

Direktes Sonnenlicht und gleichmäßig feuchte Erde bieten die besten Bedingungen für Kaki-Sämlinge. Stellen Sie sie im Frühjahr an einen geschützten Ort im Freien und gewöhnen Sie sie dann innerhalb von ein bis zwei Wochen allmählich an intensiveres Sonnenlicht. Gießen Sie die Sämlinge wöchentlich, lassen Sie aber die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben antrocknen, um ein gesundes Wurzelwachstum zu gewährleisten.

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Transplantation und Wachstumsüberwachung

Aufgrund ihrer langen Pfahlwurzel sollten Kaki-Setzlinge erst nach dem ersten vollen Wachstumsjahr, idealerweise im Herbst nach dem ersten Regen, gepflanzt werden. Wählen Sie einen Pflanzplatz mit mindestens 0,2 Quadratmetern pro Kaki-Baum, um ausreichend Platz für das Wachstum zu gewährleisten. Kaki-Bäume vertragen die meisten Bodenarten, gedeihen aber nicht in sehr salzhaltigen Böden. Im Allgemeinen benötigen sie nur wenig Pflege und keinen speziellen Dünger, um eine reiche Ernte zu liefern. Allerdings kann es drei bis fünf Jahre dauern, bis Kakis Früchte tragen; Geduld ist daher gefragt.

Letzter Tipp zur Pflege Ihres Kakibaums:
Verteilen Sie eine dicke Mulchschicht um den Stammfuß, um den Boden feucht zu halten und das Aufsammeln der heruntergefallenen Früchte zu erleichtern.

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