Krustenbildung, Schuppenbildung, Feuchtigkeit oder ein unangenehmer Geruch hinter dem Ohr haben meist nicht nur eine einzige Ursache. Häufig hängen diese Hautveränderungen mit Hautreizungen, Dermatitis oder einer oberflächlichen Infektion zusammen, insbesondere in Bereichen, in denen sich Schweiß, Hautfett, Haarstyling-Rückstände und Reibung ansammeln.
Häufigste Ursachen
1. Seborrhoische Dermatitis
Es ist eine der häufigsten Ursachen für fettige Schuppen, Reizungen und Schuppenbildung in Bereichen mit erhöhter Talgproduktion wie Kopfhaut, Gesicht und Ohren. Es kann Rötungen, schuppige Stellen und wiederkehrende Beschwerden verursachen.
2. Ekzem oder Dermatitis
Ekzeme können die Haut hinter, auf oder im Ohr betreffen. Sie verursachen in der Regel Trockenheit, Juckreiz, Entzündungen, Risse und in manchen Fällen Krustenbildung oder Nässen, wenn die Haut zusätzlich gereizt oder infiziert wird.
3. Sekundärinfektion
Bei Entzündungen oder Verletzungen der Haut können Anzeichen einer Infektion auftreten, wie Krustenbildung, Ausfluss, Geruch, Schmerzen, Schwellungen oder Eiter. Bei Menschen mit Ekzemen können Krustenbildung und Nässen auf eine Sekundärinfektion hinweisen.
4. Reizungen durch Ohrringe, Produkte oder Reibung
Ohrringe, Metallgegenstände, Kosmetika, Haarfärbemittel, Shampoos oder ständiges Reiben können diese Hautpartie reizen und bei anhaltender Feuchtigkeit zu Kontaktdermatitis, Schuppenbildung und Geruchsbildung führen. Die Dermatitis kann Entzündungen, Krustenbildung oder Abschälen der Haut verursachen.
5. Probleme des Außenohrs
Manchmal stammt der unangenehme Geruch nicht nur von der Haut hinter dem Ohr, sondern auch vom äußeren Gehörgang, wenn eine Entzündung oder Infektion vorliegt. Äußere Gehörgangsentzündungen können Reizungen, Ausfluss und Beschwerden verursachen.
Warum könnte es schlecht riechen?
Unangenehmer Geruch entsteht oft durch eine Mischung aus Öl, Feuchtigkeit, Hautschuppen und in manchen Fällen einer Infektion. Bei anhaltendem, übelriechendem Ohrausfluss sollte man eine Erkrankung des Gehörgangs oder des Mittelohrs ausschließen.
Zu erledigen
Halten Sie die betroffene Stelle sauber und trocken, vermeiden Sie Kratzen, verwenden Sie keine reizenden Produkte und versuchen Sie nicht, an Krusten zu kratzen. Wenn Sie vermuten, dass ein Ohrring oder ein Kosmetikprodukt das Problem verschlimmert, verzichten Sie vorübergehend darauf. In manchen Fällen können Medikamente oder Antimykotika zur Behandlung eingesetzt werden; die geeignete Therapie hängt jedoch von der genauen Ursache ab.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Schmerzen, starke Rötungen, Ausfluss, anhaltenden Geruch, Blutungen oder eine Verschlimmerung der Symptome bemerken oder wenn sich die Beschwerden durch einfache Behandlungsmethoden nicht bessern. Die American Academy of Dermatology empfiehlt, bei Verdacht auf seborrhoische Dermatitis einen Arzt zur Bestätigung der Diagnose zu konsultieren. Auch die Mayo Clinic rät zu einer Untersuchung, wenn Sie eine Hautinfektion vermuten oder die Symptome anhalten.
Abschluss
Eine übelriechende Kruste hinter dem Ohr kann durch seborrhoische Dermatitis, Ekzeme, Reizungen oder eine Sekundärinfektion verursacht werden. Auch wenn es manchmal wie ein harmloses Problem erscheint, ist es bei unangenehmem Geruch, anhaltender Krustenbildung oder Ausfluss ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung zu erhalten.