Die Formulierung „Ihr Körper nährt Krebs“ ist irreführend. Krebs entsteht durch komplexe genetische Veränderungen und das Zusammenspiel vieler Faktoren – es gibt keine einzelnen Warnzeichen, die belegen, dass der Körper Krebs „ernährt“. Allerdings gibt es Symptome, die ärztlich abgeklärt werden sollten, insbesondere wenn sie anhalten oder sich verschlimmern.
6 Warnzeichen, die Sie nicht ignorieren sollten:
- Unbeabsichtigter Gewichtsverlust
Ein deutlicher Gewichtsverlust ohne Änderung von Ernährung oder Bewegung kann auf verschiedene Erkrankungen hinweisen, darunter auch Krebs. - Anhaltende Müdigkeit
Starke Erschöpfung, die sich durch Schlaf oder Erholung nicht bessert, sollte ärztlich untersucht werden. - Ungewöhnliche Blutungen
Blut im Stuhl oder Urin, anhaltender Husten mit Blut oder Blutungen außerhalb der Menstruation können eine Abklärung erforderlich machen. - Veränderungen an Haut oder Muttermalen
Neue Hautveränderungen oder Muttermale, die ihre Größe, Form oder Farbe verändern, sollten untersucht werden. - Ein Knoten oder eine Schwellung
Ein neu aufgetretener oder wachsender Knoten – etwa in der Brust, am Hals oder in der Leistengegend – sollte ärztlich beurteilt werden. - Anhaltende Veränderungen der Körperfunktionen
Dazu gehören beispielsweise länger anhaltender Husten oder Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Veränderungen der Stuhl- oder Blasengewohnheiten oder chronische Verdauungsbeschwerden ohne erkennbare Ursache.
Wichtig zu wissen
Diese Symptome bedeuten nicht automatisch Krebs. Häufig werden sie durch andere, gut behandelbare Erkrankungen verursacht. Dennoch gilt: Halten Beschwerden mehrere Wochen an, kehren sie wieder oder verschlimmern sie sich, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Eine frühe Diagnose kann – falls tatsächlich eine ernste Erkrankung vorliegt – die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose deutlich verbessern.
Auch wenn sich das Krebsrisiko nicht vollständig vermeiden lässt, können Maßnahmen wie Nichtrauchen, ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung, ein maßvoller Alkoholkonsum, Sonnenschutz sowie die Teilnahme an empfohlenen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen das Risiko für bestimmte Krebsarten senken.