Die Stärke und die Spurenelemente im Reiswasser nähren die nützlichen Mikroorganismen im Substrat und können das Wurzelwachstum anregen. Es ist kein Wundermittel, sondern eine sanfte Ergänzung, die der Pflanze nicht schadet. 🌸
So bereiten Sie Reiswasser für Orchideen zu: Spülen Sie 5 Esslöffel rohen Reis in 500 ml sauberem Wasser. Filtern Sie die milchig-weiße Flüssigkeit und fangen Sie sie auf. Für optimale Ergebnisse lassen Sie das Reiswasser 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, bevor Sie es verwenden. In dem fermentierten Wasser entwickeln sich nützliche Bakterien (Lactobacillus), die dem Substrat besser dienen als frisches Wasser.
Anwendung: Weichen Sie die Orchideenwurzeln einmal im Monat 30 bis 40 Minuten lang im Reiswasser ein. Spülen Sie die Wurzeln vor jeder Anwendung mit klarem Wasser ab, um eventuelle Rückstände zu entfernen. Sie können Reiswasser auch verwenden, um die Blätter sanft mit einem Tuch abzuwischen.
Was Reiswasser NICHT bewirkt: Es garantiert keine ganzjährige Blüte. Phalaenopsis-Orchideen blühen ein- bis zweimal im Jahr, wobei jede Blüte zwei bis drei Monate anhält. Reiswasser kann jedoch die Wurzelgesundheit fördern, sodass die nächste Blüte kräftiger ausfällt.
Zum Rote-Bete-Saft, der in manchen Rezepten vorkommt: Es gibt keine stichhaltigen Beweise für seine Wirksamkeit. Das Auftragen zuckerhaltiger Flüssigkeiten auf die Blätter kann Schädlinge (Trauermücken, Ameisen) anlocken und Pilzwachstum fördern. Am besten lassen Sie ihn weg.
Aufbewahrungstipp: Frieren Sie das Reiswasser in Eiswürfelformen ein und lassen Sie es vor Gebrauch bei Zimmertemperatur auftauen. 🧊