Doch all diese reiche Ernte geht verloren, wenn man sie zu früh erntet. Feigen reifen nach dem Pflücken nicht nach. Werden sie grün gepflückt, bleiben sie für immer grün, hart und geschmacklos. Wie Trauben oder Kirschen sind Feigen nicht klimakterisch: Sie müssen reif geerntet werden, sonst sind sie ungenießbar.
Anzeichen für reife Feigen:
- Die Frucht hängt nicht mehr nach oben. Reife Feigen hängen durch ihr eigenes Gewicht nach unten.
- Die Farbe intensiviert sich: Unreife Feigen verfärben sich von Dunkelgrün zu Purpurschwarz. Kadota-Feigen reichen von Hellgrün bis Goldgelb.
- Die Schale weist feine Risse auf, ein Zeichen dafür, dass der Zuckergehalt im Inneren seinen Höhepunkt erreicht hat.
- Bei leichtem Druck gibt die Feige leicht nach, ohne sich wässrig anzufühlen.
Das zuverlässigste Zeichen: ein Tropfen goldener oder klarer Perlglanz am Fruchtansatz.
Wenn die Feige an der Spitze einen Riss bekommt, sollte sie innerhalb der nächsten Stunden geerntet werden. Wespen und Ameisen entdecken diesen freiliegenden Zucker als Erste.
In Mexiko gedeiht der Feigenbaum in Baja California, Morelos, Puebla, Hidalgo und Jalisco. Die berühmte Missionsfeige verdankt ihren Namen der Tatsache, dass Franziskanermissionare sie an jeder ihrer Missionsstationen pflanzten, von Baja California bis Texas.