Botanisches Datenblatt zur Ananas comosus
Ananas lässt sich auf vielfältige Weise schneiden und verzehren und bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Die Ananaspflanze (Ananas comosus) gehört zur Familie der Bromeliengewächse und stammt ursprünglich aus Südamerika. Sie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die einen bis zu 1,5 Meter hohen Horst bildet. Ihre rosettenförmigen, graugrünen Blätter sind spitz zulaufend, an den Rändern stachelig und an den Spitzen gebogen. Die eiförmigen, bläulich-rosa Blüten erreichen eine Länge von bis zu 30 cm und erscheinen im Sommer, geschützt von orangefarbenen Hochblättern. Aus jeder Blüte entwickelt sich eine Frucht mit schuppiger Schale.
Um das saftige, spritzige und süße Fruchtfleisch der Ananas zu genießen, müssen Sie zuerst Schale und Strunk entfernen. Der essbare Teil ist reich an Vitaminen, Ballaststoffen, Eisen, Kalium, Carotinoiden und Bromelain, einem proteolytischen Enzym, das die Verdauung fördert.
Pflanzen und Umpflanzen
Die Ananaspflanze (Pina comosus) benötigt zum Wachsen nährstoffreiche, gut durchlässige Erde. Daher ist eine spezielle Bromelienerde mit etwas Sand die beste Lösung.

Die Ananaspflanze bildet nur wenige Wurzeln, daher genügt ein kleiner Topf (etwa 15 cm Durchmesser). Vergessen Sie aber nicht, ein Loch in den Boden zu bohren.
Transplantieren Sie, wenn Sie die Saugwurzeln trennen möchten.
Stecklinge
Tatsächlich enthält die Ananas keine Samen, da sie von Kolibris bestäubt wird. Daher vermehrt sie sich leichter durch Teilung der Triebe, sobald diese 20 cm lang sind.

Alternativ kann man den Blattscheitel oberhalb der Frucht abschneiden. Schneiden Sie ihn sauber ab, entfernen Sie das restliche Fruchtfleisch sowie den ersten Blattscheitel und stellen Sie ihn in Wasser. Nach einigen Wochen, sobald sich Wurzeln gebildet haben, pflanzen Sie ihn in einen Topf mit einem Gemisch aus Sand und Blumenerde.
Belichtung
Die Ananas comosus benötigt einen sonnigen, aber nicht direkt sonnigen Standort und eine Temperatur zwischen 18 und 24 °C, die niemals unter 15 °C fallen sollte.

Die Pflanze benötigt zudem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Vermeiden Sie es daher im Winter unbedingt, sie in der Nähe einer Wärmequelle wie eines Heizkörpers aufzustellen.
Stellen Sie den Topf in der kalten Jahreszeit auf ein Bett aus Blähton oder Kies und einen Untersetzer mit ständig gefülltem Wasser. Achten Sie darauf, dass der Topf das Wasser nicht berührt. Ziel ist es, die Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung aufrechtzuerhalten.
Bewässerung und Düngung
Für ein gutes Wachstum benötigt der Ananasbaum regelmäßige, aber mäßige Bewässerung.

Frühling und Sommer: Halten Sie die Erde leicht feucht und düngen Sie Grünpflanzen alle 15 Tage mit Flüssigdünger. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben und möglichst kalkfrei sein.
Im Herbst und Winter: Reduzieren Sie die Wassergaben, sodass die Bodenoberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknet. Beschränken Sie außerdem die Düngung auf einmal im Monat.
Ananaskrankheiten wie
Bei der Kultivierung in Innenräumen wird die Ananas am häufigsten von roten Spinnmilben, Wollläusen, Blattläusen und auch von Mehltau befallen.
Wenn die Blätter blass oder stumpf werden, bekommt die Pflanze nicht genügend Licht. Fallen die Blätter ab, ist die Luft zu trocken oder zu heiß. Besprühen Sie die Blätter mit Wasser, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Wenn die Pflanze nicht gut wächst und die Ananas nicht gedeiht, liegt das wahrscheinlich an einem Mangel an Dünger.
Wann und wie pflückt man eine Ananas?
Die Ananas ist eine kernlose Frucht, eine sogenannte Synkarpe. Das bedeutet, sie entsteht durch die Verschmelzung mehrerer Blüten zu einer einzigen großen Frucht. Diese krautigen Stauden sind pflegeleicht und erreichen nur eine Höhe von 0,5 bis 1,5 Metern, wodurch sie sich ideal für die meisten Gärten oder die Zimmerkultur eignen.

Sobald die Pflanze Blüten bildet, gilt sie als ausgewachsen und kann nach etwa sechs Monaten Früchte tragen (sofern keine unvorhergesehenen Komplikationen auftreten). Obwohl der Anbau recht einfach ist, kann die Bestimmung des Erntezeitpunkts knifflig sein. Im Grunde genommen ist eine Ananas reif, wenn die einzelnen Fruchtstücke flach werden und die Schale ihre Farbe von Grün nach Gelb verändert, beginnend am unteren Ende und fortschreitend nach oben.
Die Farbe ist nicht der einzige Indikator für die Reife von Ananas. Eine Farbveränderung signalisiert die bevorstehende Ernte, aber auch eine Zunahme der Größe. Reife Ananas wiegen zwischen 2,5 und 4,5 kg. Vor der Ernte sollten Sie zwei weitere Punkte beachten. Der Geruch ist beispielsweise ein gutes Zeichen für die Reife. Er sollte deutlich, süß und spritzig sein. Fühlen Sie die Frucht außerdem. Klingt sie hohl, lassen Sie sie am Strauch nachreifen. Ist sie fest, ist es wahrscheinlich Zeit für die Ernte.
Sobald die Ananas zu einem Drittel oder mehr gelb ist, kann sie geerntet werden. Dasselbe gilt, wenn sie sich im späten grünen Reifestadium befindet oder normale Größe erreicht hat. Anschließend kann die Ananas bei Zimmertemperatur nachreifen. Lagern Sie sie nicht im Kühlschrank, bis sie vollständig reif ist, da sie sonst verderben kann.

Um die Ananas zu ernten, schneidet man sie einfach mit einem scharfen Küchenmesser an der Stelle von der Pflanze ab, wo sie am Stiel ansetzt.