Sie sehen abgestorbene Blätter und denken, es sei Vernachlässigung. Doch gerade jetzt ist es eine Brutstätte voller Leben 🍂

In der kalten Jahreszeit (gemäßigte und gebirgige Regionen Mexikos) schützt diese Laubstreu den kommenden Sommer:

🏠 OBERSTE SCHICHT: Mexikanische Sperlinge scharren zwischen den herabgefallenen Eichenblättern auf der Suche nach Samen. Sie sind auf diese Schicht angewiesen, um den Winter zu überstehen. Entfernt man sie, droht ihnen der Hungertod.

🐛 MITTLERE SCHICHT: Raupen nachtaktiver Falter ruhen zwischen den Blättern in Winterruhe. Wenn es im März wärmer wird, erwachen sie und verwandeln sich in wunderschöne Falter.

🌳 TIEFSTE SCHICHT: Die Kokons der Mexikanischen Riesenfalter (Rothschildia) liegen eingebettet in eingerollten Blättern. Jeder Kokon, den Sie entfernt haben, war potenziell ein Sarg.

🌧️ DER BODEN: Eine Eidechse hält Winterschlaf direkt unter den Blättern (in kühlen Bergregionen). Ihr Stoffwechsel steht fast still, während sie auf die Wärme im April wartet, um wieder zum Leben zu erwachen.

🍄 DIE UNTERLAGE: Glühwürmchenlarven jagen den ganzen Winter über unter dieser Schicht Schnecken und Nacktschnecken. Ohne Laubstreu gibt es im Juli keine Glühwürmchen.

Ein ungeharkter Garten kann über den Winter mehr als 750 Organismen aus über 80 Arten beherbergen.

Jeder Sack Laub, den Sie letzten Herbst in den Müll geworfen haben, war ein wimmelnder Lebensraum. Diese Blätter sind nicht tot: Sie sind voller Leben für den nächsten Sommer 🌱

HINWEIS: Dieser Tipp gilt vor allem für Gärten in gemäßigten Regionen und Berggebieten Mexikos während der kühlen/trockenen Jahreszeit. In tropischen Regionen verläuft der Zyklus anders.

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