Dies ist eine der häufigsten und schwerwiegendsten Ursachen für nächtlichen Speichelfluss.
Was ist Schlafapnoe? Schlafapnoe führt zu wiederholten Atemaussetzern während der Nacht. Die Atemwege werden blockiert oder kollabieren, sodass man nach Luft schnappen muss.
Warum verursacht sie Speichelfluss? Um zu atmen, atmen Betroffene oft unbewusst durch den Mund, wodurch Speichel austritt. Die Atemnot beeinträchtigt zudem das normale Schlucken.
Weitere Anzeichen:
Lautes Schnarchen
Keuchen oder Erstickungsgeräusche im Schlaf
Tagesmüdigkeit
Morgenskopfschmerzen
Konzentrationsschwierigkeiten
Was tun? Suchen Sie einen Schlafmediziner auf. Schlafapnoe lässt sich mit CPAP-Geräten, Zahnschienen oder durch eine Anpassung des Lebensstils behandeln.
- GERD (Gastroösophageale Refluxkrankheit)
Was ist Schlafapnoe? Magensäure fließt in die Speiseröhre zurück, insbesondere im Liegen.
Warum es zu vermehrtem Speichelfluss führt: Sodbrennen regt die Speichelproduktion an, da der Körper versucht, die Säure zu neutralisieren. Dieser überschüssige Speichel kann vermehrten Speichelfluss verursachen.
Weitere Anzeichen:
Sodbrennen
Saurer Geschmack im Mund nach dem Aufwachen
Brustschmerzen
Chronischer Husten
Heiserkeit
Was Sie tun können: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über säurereduzierende Medikamente und Änderungen Ihres Lebensstils, z. B. das Vermeiden später Mahlzeiten.
- Allergien und Nebenhöhlenentzündungen
Was sie sind: Chronische Allergien, Nebenhöhlenentzündungen oder verstopfte Nase.
Warum sie zu vermehrtem Speichelfluss führen: Verstopfte Nasengänge zwingen Sie nachts zur Mundatmung. Mundatmung lässt Speichel leichter abfließen.
Weitere Anzeichen:
Verstopfte oder laufende Nase
Niesen
Juckende Augen
Postnasales Tropfen
Schnarchen
Was Sie tun können: Behandeln Sie zugrunde liegende Allergien mit Antihistaminika, Nasensprays oder Allergiespritzen. Verwenden Sie nachts einen Luftbefeuchter.
- Neurologische Erkrankungen
Verschiedene neurologische Erkrankungen können das Schlucken und die Muskelkontrolle beeinträchtigen:
Parkinson-Krankheit – Beeinträchtigt die Muskelkontrolle, einschließlich des Schluckens
Schlaganfall – Kann die Gesichtsmuskulatur schwächen und das Schlucken erschweren
ALS (Amyotrophe Lateralsklerose, auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit) – Fortschreitende Muskelschwäche
Zerebralparese – Beeinträchtigt die Muskelkoordination
Warum sie zu vermehrtem Speichelfluss führen: Diese Erkrankungen können die Muskeln schwächen, die das Schlucken steuern und den Mund geschlossen halten.
Weitere Anzeichen: Variieren je nach Erkrankung, können aber Schluckbeschwerden, undeutliche Sprache, Muskelschwäche oder Zittern umfassen.
Was zu tun ist: Wenn Sie andere neurologische Symptome haben, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.
- Vergrößerte Mandeln oder Polypen
Was ist das? Vergrößerte Mandeln oder Polypen können die Atemwege teilweise blockieren.
Warum sie zu vermehrtem Speichelfluss führen: Die Blockade erzwingt die Mundatmung und kann das Schlucken beeinträchtigen.
Weitere Anzeichen:
Lautes Atmen
Schnarchen
Schluckbeschwerden
Häufige Halsschmerzen
Ohrenentzündungen
Was tun: Ein HNO-Arzt kann Sie untersuchen und eine Behandlung empfehlen, die gegebenenfalls die Entfernung der Prothese beinhaltet.
- Zahnprobleme oder schlecht sitzende Prothesen
Was ist das? Zahnprobleme, schlecht sitzende Prothesen oder andere kieferorthopädische Apparaturen.
Warum es zu vermehrtem Speichelfluss führt: Zahnprobleme können den Mundschluss und das Schlucken beeinträchtigen. Schlecht sitzende Prothesen können die Speichelproduktion anregen.
Weitere Anzeichen:
Schwierigkeiten beim Kauen
Aphten im Mund
Zahnfleischschmerzen
Veränderungen des Bisses
Was tun: Suchen Sie Ihren Zahnarzt auf. Richtig sitzende kieferorthopädische Apparaturen können einen großen Unterschied machen.
Weitere Faktoren, die nächtlichen Speichelfluss verursachen können
Schlafposition – Schlafen auf der Seite oder dem Bauch begünstigt durch die Schwerkraft vermehrten Speichelfluss.
Medikamente – Manche Medikamente erhöhen die Speichelproduktion oder führen zu Muskelentspannung.
Schwangerschaft – Hormonelle Veränderungen können die Speichelproduktion beeinflussen.
Alterung – Natürliche Veränderungen des Muskeltonus und des Schluckreflexes.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Vereinbaren Sie einen Termin, wenn:
Der Speichelfluss neu aufgetreten ist, häufig auftritt oder sich verschlimmert.
Sie weitere Symptome wie Schnarchen, Atemnot oder Tagesmüdigkeit haben.
Sie tagsüber Schluckbeschwerden bemerken.
Sie Sodbrennen oder Refluxsymptome haben.
Sie sich Sorgen über neurologische Symptome machen.
Was Sie jetzt tun können
Lebensstiländerungen, die helfen:
✅ Schlafen Sie auf dem Rücken – Diese Position minimiert den Speichelfluss im Vergleich zum Schlafen auf der Seite oder dem Bauch.
✅ Allergien behandeln – Verwenden Sie Antihistaminika oder Nasensprays, um die Nase frei zu halten.
✅ Vermeiden Sie schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen – insbesondere bei Reflux.
✅ Begrenzen Sie Alkohol – Alkohol entspannt die Muskulatur, auch die Schluckmuskulatur.
✅ Ausreichend trinken – Flüssigkeitsmangel kann den Speichel verdicken und paradoxerweise den Speichelfluss verstärken.
Praktische Tipps
Verwenden Sie einen atmungsaktiven Kissenbezug.
Stellen Sie ein Glas Wasser neben Ihr Bett.
Achten Sie auf gute Schlafhygiene.
Fazit
Gelegentlicher Speichelfluss ist normal – besonders bei tiefem Schlaf oder in bestimmten Schlafpositionen. Häufiger nächtlicher Speichelfluss, insbesondere in Verbindung mit anderen Symptomen, sollte jedoch abgeklärt werden.
Ihr Körper kommuniziert ständig. Manchmal durch lautes Schnarchen, manchmal durch ein feuchtes Kissen. Achten Sie auf seine Signale.
Wenn Sie sich Sorgen machen, suchen Sie einen Arzt auf. Die meisten Ursachen für nächtlichen Speichelfluss sind behandelbar. Eine Behandlung kann zu besserem Schlaf, mehr Energie und einer verbesserten Gesundheit führen.