Jedes Jahr wird bei vielen Frauen mit Eierstockkrebs fälschlicherweise ein Reizdarmsyndrom, Stress, Reflux oder eine Harnwegsinfektion diagnostiziert, da die Symptome ähnlich sind. [1] Wenn Sie Symptome von Eierstockkrebs haben, ist es am wichtigsten, Ruhe zu bewahren.
Nur weil Sie einige Symptome von Eierstockkrebs haben, heißt das nicht zwangsläufig, dass Sie die Krankheit haben. Laut der American Cancer Society liegt das Risiko für eine Frau, im Laufe ihres Lebens an invasivem Eierstockkrebs zu erkranken, bei etwa 1 zu 73. [2]
Hier sind die acht häufigsten Warnzeichen für Eierstockkrebs, auf die Sie achten sollten.
Warnzeichen für Eierstockkrebs
- Müdigkeit
Ständige Müdigkeit ist nicht normal.
Keine oder nur geringe Energie ist ein Anzeichen dafür, dass etwas mit Ihrem Körper nicht stimmt und sollte ärztlich abgeklärt werden.
- Unterleibsschmerzen
Eine Frau kann Schmerzen oder Beschwerden im Beckenbereich und manchmal auch im Unterleib verspüren. Anhaltende Schmerzen sollten nicht ignoriert oder mit Schmerzmitteln unterdrückt werden. Schmerzen im Beckenbereich sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden.
- Verstopfung und andere Veränderungen des Stuhlgangs
Eierstockkrebs und Veränderungen des Stuhlgangs treten häufig gemeinsam auf. Frauen mit anhaltenden Verdauungsproblemen wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen sollten sich umgehend ärztlich untersuchen lassen.
- Rückenschmerzen
Rückenschmerzen, die in den Beckenbereich ausstrahlen und von einem Schweregefühl im Becken begleitet werden, sollten ernst genommen und ärztlich untersucht werden.
- Appetitlosigkeit und schnelles Sättigungsgefühl
Verminderter Appetit und unerklärlicher Gewichtsverlust können Anzeichen für Eierstockkrebs sein. Betroffene Frauen sollten daher ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die Ursache abzuklären.
- Häufiger oder starker Harndrang
Wenn eine Frau häufigen und starken Harndrang verspürt und Schwierigkeiten hat, den Urin kurzzeitig zu halten, kann dies auf eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur oder eine Harnwegsinfektion hindeuten. Sollten die Beschwerden nach einer ärztlichen Behandlung anhalten, ist es wichtig, dass die Frau dies ihrem Arzt/ihrer Ärztin mitteilt.
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Die häufigste Ursache für Schmerzen beim Geschlechtsverkehr ist unzureichende Scheidenfeuchtigkeit.
Bei Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs treten die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr meist rechts oder links im Beckenbereich auf.
- Blähungen
Bauchschwellungen sind bei Frauen mit Eierstockkrebs sehr häufig. Mit fortschreitender Erkrankung verschlimmern sich die Blähungen. Der Bauchumfang nimmt stetig zu, und dies ist ein Symptom, das dringend ärztlich abgeklärt werden muss.
Welche Risikofaktoren gibt es für Eierstockkrebs?
Die genaue Ursache von Eierstockkrebs ist unbekannt. Es gibt jedoch Risikofaktoren, die jede Frau kennen sollte. Dazu gehören:
Schwangerschaften und Menstruation: Frauen, die noch nie Kinder geboren haben, haben ein erhöhtes Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken. Auch Frauen, die vor dem 12. Lebensjahr ihre erste Menstruation bekommen oder erst spät in die Wechseljahre kommen, haben ein erhöhtes Risiko. Die Anzahl der Menstruationszyklen scheint mit dem Erkrankungsrisiko zusammenzuhängen. [4]
Alter: Frauen über 50 Jahre haben ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs. Etwa die Hälfte aller Frauen mit Eierstockkrebs wird im Alter von über 60 Jahren diagnostiziert. Diese Statistiken bedeuten nicht, dass Eierstockkrebs bei jüngeren Frauen nicht vorkommt, aber er ist bei Frauen unter 40 Jahren deutlich seltener.
Genetische Mutationen: Die wichtigsten genetischen Mutationen, die eng mit einem erhöhten Risiko für Eierstockkrebs verbunden sind, betreffen die Gene BRCA1 und BRCA2. Diese Gene produzieren Tumorsuppressorproteine. Frauen mit dem BRCA1-Gen haben ein Lebenszeitrisiko von 40 %, an Eierstockkrebs zu erkranken. Frauen mit der BRCA2-Genmutation haben ein Lebenszeitrisiko von etwa 10–20 %. [5]
Familiäre Vorbelastung: Wenn in Ihrer Familie Eierstockkrebs, Darmkrebs oder Brustkrebs vorgekommen ist, kann dies Ihr Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, direkt erhöhen. [6]
Bestimmte Medikamente: Frauen, die nach den Wechseljahren eine Hormonersatztherapie erhalten oder über einen längeren Zeitraum hochdosierte Fruchtbarkeitsmedikamente eingenommen haben, können ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs haben.
Weitere Risikofaktoren: Zu den weiteren Risikofaktoren, die das Risiko einer Frau für Eierstockkrebs erhöhen, zählen Übergewicht, das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), Rauchen und die Verwendung einer Spirale.
Es gibt keine zuverlässigen Testmethoden, die Eierstockkrebs sicher erkennen können. Frauen sollten daher unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn sie den Verdacht auf Eierstockkrebs haben. In der Regel führt der Arzt eine gynäkologische Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung durch, um die inneren Organe auf Auffälligkeiten zu untersuchen. Zusätzlich können Bluttests durchgeführt werden, um die für Eierstockkrebs typischen Proteine nachzuweisen.
Medizinische Forscher arbeiten weiterhin an der Erforschung von Eierstockkrebs, um bessere Erkennungsmethoden für eine frühere Diagnose zu entwickeln. Bis dahin sollte eine Frau aufmerksam auf ihren Körper achten und auf ihr Bauchgefühl hören, wenn es ihr signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Indem sie aktiv ihre eigene Gesundheit in die Hand nimmt, kann sie sich für ihre Interessen einsetzen und weiß, was zu tun ist, falls eine ernsthafte Erkrankung auftritt.