Das Mittel dagegen riecht unangenehm. Und es wächst 30 cm entfernt 🌿.
KOHL OHNE RINGELBLUME vs. MIT RINGELBLUME – gleiche Sorte, gleicher Boden, gleiche Jahreszeit. Völlig unterschiedliche Ergebnisse.
Ohne Ringelblume:
Kohlmotte (Pieris brassicae) – der weiße Schmetterling mit den schwarzen Spitzen, den jeder Gärtner kennt. Das Weibchen legt 20–50 gelbe Eier auf die Blattunterseite. Die gelb-schwarzen Raupen fressen die Blätter in Gruppen mit einer Gier, die einen gesunden Kohlkopf innerhalb einer Woche in ein Blattgerippe verwandelt. Zwei Generationen pro Jahr – die zweite (August/September) ist die schädlichste.
Einzelne Raupe (Pieris rapae) – unauffälliger, aber der gleiche Schaden. Die Raupen sind grün und leben einzeln – sie tarnen sich auf den Blättern und fressen ungestört.
Die Kohlfliege (Delia radicum) ist ein unsichtbarer Feind. Die weiße Larve befällt die Wurzeln und den Wurzelhals junger Kohlpflanzen – die Pflanze welkt plötzlich. Der Gärtner, der an Trockenheit denkt, reißt den Kohl aus und findet die Wurzeln von den Larven angefressen vor.
Wurzelgallennematoden (Meloidogyne spp.) sind mikroskopisch kleine Bodenwürmer, die Gallen an den Wurzeln bilden und so den Transport von Wasser und Nährstoffen blockieren. Die Kohlpflanzen wachsen schwach, gelblich und mit kleinen Köpfen.
Blattkäfer (Phyllotreta spp.) sind schwarze Springkäfer, die die Blätter junger Kohlpflanzen mit Hunderten winziger Löcher übersäen. Frisch verpflanzte Setzlinge können innerhalb von 2–3 Tagen absterben.
Mit Ringelblumen (Tagetes patula):
Nematodenbekämpfung – Ringelblumenwurzeln geben Alpha-Terthienyle in den Boden ab, die bereits in sehr geringen Konzentrationen für Nematoden giftig sind. Nematoden, die mit den Wurzeln in Kontakt kommen, sterben ab. Überlebende meiden das Gebiet. Nach einer Saison mit Ringelblumen zwischen Kohl ist der Boden sauberer als mit jedem chemischen Nematizid. Studien belegen eine Reduzierung der Nematodenpopulation um 70–90 % 🌱.
Reduzierung der Kohlmotte – der intensive Duft von Ringelblumen überdeckt das chemische Signal von Kreuzblütlern, das die Fliege zur Wirtsfindung nutzt. Es handelt sich nicht um eine undurchdringliche Barriere, sondern um eine olfaktorische Störung, die die Eiablage um 40–60 % reduziert.
Verwirrung des Kohlweißlings – Ringelblumen produzieren dieselben Glucosinolate wie Kreuzblütler. Der Schmetterling legt seine Eier auf der Ringelblume ab, da er sie fälschlicherweise für Kohl hält. Die Raupen, die auf der Ringelblume schlüpfen, können sich nicht von ihr ernähren und sterben. Die Ringelblume ist eine tödliche Falle – sie täuscht die Mutter und tötet ihren Nachwuchs.
Nützlinge werden angelockt: Die orangefarbenen Blüten der Ringelblume ziehen Schwebfliegen (deren Larven Blattläuse fressen) und parasitische Kleinhautflügler an, die ihre Eier IN die Raupen des Kohlweißlings legen. Die parasitischen Larven entwickeln sich in der Raupe und töten sie von innen.
So geht’s:
Pflanzen Sie alle 50 cm eine Zwergringelblume (Tagetes patula) entlang der Kohlreihe – entweder gleichzeitig mit dem Kohl oder direkt zwei Wochen vorher. Am Ende der Saison die Ringelblumen NICHT ausreißen, sondern mit einer leichten Schaufel Erde darüberlegen. Die Wurzeln, reich an Thiophenen, geben noch Wochen nach dem Absterben der Pflanze nematizide Verbindungen in den Boden ab.
Die wichtigste Funktion der Ringelblume ist unsichtbar. Sie findet unterirdisch und unbemerkt statt, während die Nematoden in Ihrem Boden Saison für Saison abnehmen.
Ohne Ringelblume: Raupen, Fliegen, Nematoden, Erdflöhe – jede Saison. Mit Ringelblume: Samen im Wert von 1 € · Schutz über und unter der Erde · kostenlose Nützlinge.