Sommer oder Winter, Japaner tragen Socken zum Schlafen — Hier ist der Grund!

Socken im Bett zu tragen, fördert die Durchblutung, hält die Füße warm, erleichtert das Einschlafen, verlängert die Schlafdauer und kann so zu einem längeren Leben beitragen.

In Japan tragen die Menschen fast das ganze Jahr über Socken, viele ziehen sie sogar im Schlaf nicht aus. Japan hat zudem die höchste durchschnittliche Lebenserwartung weltweit. Seit 20 Jahren liegt sie bei 84,6 Jahren. Wissenschaftler vermuten, dass das Tragen von Socken mit Gesundheit und Langlebigkeit zusammenhängt.

Tatsächlich belegen zahlreiche Studien die Vorteile von Socken und warmen Füßen. Eine im „Journal of Physiological Anthropology“ veröffentlichte Studie zeigte, dass Socken die Schlafqualität verbessern und das Einschlafen um etwa 15 Minuten beschleunigen. Diese Gewohnheit kann die Schlafdauer im Durchschnitt um etwa 32 Minuten verlängern. Warme Füße im Schlaf verbessern die Durchblutung, halten die Körpertemperatur stabil und erleichtern das Einschlafen.

Forschungen der Universitäten Surrey und Northwestern haben gezeigt, dass schlechter Schlaf die Lebenserwartung um bis zu 10 % verkürzen kann. Tatsächlich leiden Menschen, die häufig unter Schlaflosigkeit leiden, unter einem geschwächten Immunsystem und einem höheren Risiko für Diabetes und neurologische Erkrankungen.

Das Tragen von Socken im Bett kann außerdem Hitzewallungen in den Wechseljahren lindern – plötzliche Hitzegefühle, nächtliche Schweißausbrüche, Herzklopfen und Gesichtsrötungen, die durch hormonelle Schwankungen in den Wechseljahren verursacht werden und die Temperaturregulation stören. Das Schlafen mit Socken kann die Körperkerntemperatur nachts senken und so die Hitzewallungen abschwächen.

Manche Menschen leiden häufig unter kalten Händen und Füßen, hauptsächlich weil sich ihre Blutgefäße übermäßig verengen. Dadurch wird die Durchblutung der Extremitäten reduziert, was zu Taubheitsgefühl und Kältegefühl führt. Das Tragen von Socken im Bett kann diese Beschwerden lindern und die Füße warm halten.

Tagsüber, mit Sonnenlicht und aktivem Stoffwechsel, ist die Körpertemperatur auf natürliche Weise höher. Nachts, mit Sonnenuntergang, sinken die Außentemperaturen, und auch die Körpertemperatur sinkt um etwa 1–2 °C. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, und da die Füße am weitesten vom Herzen entfernt sind, ist die Durchblutung dort weniger effizient, wodurch sie oft kälter sind als der Rest des Körpers. Niedrige Körper- und Fußtemperaturen können den Schlaf beeinträchtigen.

Neben dem Tragen von Socken im Bett tragen auch andere Lebensgewohnheiten dazu bei, dass Japan zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung zählt.

Die Japaner ernähren sich leicht und verwenden weniger Salz, Öl und Gewürze. Im Gegensatz zur chinesischen Vorliebe für gebratene, geschmorte und gebratene Gerichte bevorzugen die Japaner eine eher „ursprüngliche“ Ernährung mit einfachen Kochmethoden, um die Nährstoffe der Lebensmittel zu erhalten.

Sie spielen auch gerne geistige Spiele. Selbst im hohen Alter besuchen viele Japaner Spielhallen und spielen sogar E-Sport. Diese Form des „Gehirntrainings“ trägt dazu bei, den Alterungsprozess zu verlangsamen und die kognitive Leistungsfähigkeit zu verbessern.

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