Geranien sind bei Gärtnern wegen ihrer leuchtenden Blüten, der langen Blütezeit und der relativ einfachen Pflege sehr beliebt. Ob im Topf, in der Ampelampe oder im Beet – Geranien sorgen von Frühling bis Herbst für ununterbrochene Farbtupfer, vorausgesetzt, man weiß, wie man ihre Blüte optimal fördert.
Mit den richtigen Methoden kann selbst ein Gartenneuling Geranien züchten, die denen von Profis in nichts nachstehen. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen alles, was Sie wissen müssen, damit Ihre Geranien prächtig gedeihen und die ganze Saison über üppig blühen.
1. Beginnen Sie mit gesunden Pflanzen oder hochwertigem Saatgut.
Für kräftige Geranien verwenden Sie am besten gesunde Jungpflanzen aus der Gärtnerei oder hochwertiges Saatgut. Bei der Aussaat säen Sie die Samen 10–12 Wochen vor dem letzten erwarteten Frosttermin im Haus vor. Verwenden Sie Anzuchterde und sorgen Sie für gleichmäßige Wärme und Licht. Geraniensamen benötigen bis zu zwei Wochen zum Keimen, daher ist Geduld gefragt.
Der Kauf von Jungpflanzen spart Zeit. Wählen Sie Exemplare mit buschigem Wuchs, vielen gesunden grünen Blättern und ohne Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Vermeiden Sie Pflanzen mit gelben Blättern oder langen, dünnen Stängeln, da diese möglicherweise gestresst oder schlecht gepflegt sind.
2. Wählen Sie den richtigen Standort
Geranien lieben die Sonne. Für eine üppige Blüte sollten sie an einem Standort stehen, der täglich mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht erhält . Bei zu wenig Sonne wachsen die Pflanzen lang und dünn und bilden weniger Blüten.
Wenn Sie die Pflanzen drinnen oder im Schatten anbauen, wählen Sie Sorten wie Efeu-Geranien, die Halbschatten besser vertragen. In sehr heißen Klimazonen sollten Sie ihnen etwas Nachmittagsschatten geben, um Blattverbrennungen zu vermeiden.
3. Verwenden Sie gut durchlässigen Boden.
Geranien vertragen keine Staunässe. Sie bevorzugen einen leichten, gut durchlässigen Boden, der reich an organischem Material ist. Bei der Pflanzung in Töpfen verwenden Sie eine hochwertige Blumenerde mit Perlit oder Sand, um eine gute Drainage zu gewährleisten. Im Gartenbeet sollten Sie schweren Lehmboden mit Kompost und Sand anreichern.
Achten Sie darauf, dass die Behälter über Abflusslöcher verfügen, um Wasseransammlungen und damit verbundene Wurzelfäule zu vermeiden.
4. Wasser mit Bedacht gießen
Zu viel Gießen ist einer der häufigsten Fehler bei Geranien. Diese Pflanzen bevorzugen es, wenn die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknet. Eine gute Faustregel: Gießen Sie, wenn sich die oberste Erdschicht (ca. 2,5 cm) trocken anfühlt.
- Gießen Sie früh morgens, damit überschüssige Feuchtigkeit verdunsten kann.
- Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, sollten die Blätter nicht direkt bewässert werden.
- Bei heißem Wetter müssen Sie möglicherweise häufiger gießen, insbesondere in Töpfen.
5. Regelmäßig füttern
Um die Blütezeit zu verlängern, düngen Sie Geranien während der Wachstumsperiode alle 2–4 Wochen mit einem ausgewogenen Flüssigdünger (z. B. 10-10-10) . Sobald sich Knospen bilden, wechseln Sie zu einem phosphorreichen Dünger (z. B. 10-20-10), um die Blütenbildung anzuregen.
Überdüngung sollte vermieden werden, da sie zwar zu üppigem Laub, aber weniger Blüten führt. Halten Sie sich stets an die Empfehlungen des Herstellers und düngen Sie auf feuchtem Boden, um Wurzelschäden zu vermeiden.
6. Verblühtes entfernen und zurückschneiden, um die Blütenbildung anzuregen
Das Entfernen verblühter oder abgestorbener Blüten ist wichtig, damit Geranien weiterblühen. Durch das Entfernen der verblühten Blüten wird die Pflanze angeregt, neue Blüten zu bilden, anstatt Energie in die Samenproduktion zu investieren.
Zusätzlich trägt das Entfernen langer Triebe zu einer kompakten Form bei und fördert die Bildung von Seitentrieben. Verwenden Sie eine saubere Schere oder Gartenschere und schneiden Sie direkt über einem Blattknoten, um neues Wachstum anzuregen.
Regelmäßiges Beschneiden während der gesamten Wachstumsperiode führt zu volleren, buschigeren Pflanzen mit mehr Blüten.
7. Junge Pflanzen frühzeitig stutzen
Junge Geranien sollten nach dem Ausbilden einiger Blätterpaare die obersten Blätter abknipsen. Dieser frühe Rückschnitt fördert einen buschigeren Wuchs und kräftigere Stängel. Das Ergebnis: mehr blühende Zweige später.
Durch das Stutzen der Trimmklappen sollte man die Pflanze bis Mitte des Sommers alle paar Wochen in Form bringen und die Anzahl der Blütenansätze maximieren.
8. Vor Schädlingen und Krankheiten schützen.
Geranien sind im Allgemeinen robust, doch Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen können gelegentlich Probleme bereiten. Kontrollieren Sie regelmäßig die Blattunterseiten und entfernen Sie Schädlinge von Hand oder mit einem sanften Wasserstrahl.
Um Pilzerkrankungen vorzubeugen:
- Sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzen.
- Vermeiden Sie es, das Laub zu benetzen.
- Entfernen Sie umgehend alle gelben oder kranken Blätter.
Bei Befall können organische Insektizidseife oder Neemöl verwendet werden, doch Vorbeugung durch sachgemäße Pflege ist oft die beste Strategie.
9. Überwinterung für anhaltenden Erfolg
Wer in einer Region mit kalten Wintern lebt, kann seine Geranien im Winter drinnen überwintern und sich nächstes Jahr wieder an ihnen erfreuen. Vor dem ersten Frost:
- Gartenpflanzen ausgraben oder Töpfe ins Haus holen.
- Um die Größe zu kontrollieren, sollte man die Pflanze um etwa ein Drittel zurückschneiden.
- An einem hellen, kühlen Ort aufstellen und sparsam gießen.
Im frühen Frühling sollte mit der Düngung begonnen und die Lichteinwirkung erhöht werden, um neues Wachstum anzuregen.
Schlussbetrachtung
Geranien gehören zu den schönsten Blühpflanzen. Mit etwas Pflege – ausreichend Sonnenlicht, richtiges Gießen, regelmäßiges Düngen und rechtzeitiges Entfernen der verblühten Blüten – verwandeln Sie eine unscheinbare Pflanze in eine unermüdlich blühende Schönheit, die Ihren Garten die ganze Saison über verschönert. Ob im Balkonkasten, im Kübel auf der Terrasse oder im Gartenbeet: Mit diesen Tipps blühen Ihre Geranien wie die eines erfahrenen Gärtners.