Hortensien sind wunderschöne Blumen, die selbst Blumenmuffel in ihren Bann ziehen.
Zweifellos ist eine solche Schönheit eine würdige Dekoration für jeden Garten. Für ein großes, üppiges Blumenbeet benötigen Sie jedoch mehr als einen Strauch.
Natürlich ist ein Strauch dieser Schönheit nicht billig, daher ist es in diesem Fall am besten, die Hortensie selbst zu vermehren.

Die Stecklingsvermehrung
Zuerst stellt sich die Frage, wann der beste Zeitpunkt für die Vermehrung von Hortensien durch Stecklinge ist. Die Stecklingsvermehrung dauert in Deutschland recht lang und dauert von Ende August bis einschließlich März, in kalten Regionen sogar bis April.
Material für die Stecklinge
Der für die Stecklinge ausgewählte Zweig sollte vollständig verholzt und etwa bleistiftdick sein.
Ein blühender, einjähriger Trieb eignet sich ideal für Stecklinge.

Die wichtigsten Regeln für Stecklinge
Schneiden Sie vom ausgewählten Zweig einen Steckling mit zwei Internodien ab. Anschließend entfernen wir uns einen halben Zentimeter von der unteren Knospe und schneiden den Steckling mit einer scharfen Gartenschere gleichmäßig ab, ohne ihn abzubrechen.
Um die Knospen nicht zu beschädigen, entfernen wir die Blätter des unteren Internodiums vollständig.

Wir schneiden den Steckling oberhalb der oberen Knospe ebenfalls sehr vorsichtig ab, diesmal jedoch etwa 1 cm über der Knospe. Um die Feuchtigkeitsverdunstung zu minimieren, schneiden wir die Blätter des oberen Stecklings um etwa 2/3 ab.

Anschließend setzen wir die vorbereiteten Stecklinge in ein beliebiges Bewurzelungsmedium auf die Zweige. Das Wasser sollte Zimmertemperatur oder etwas wärmer haben.
Wir tauchen den unteren Teil des Stecklings in Wasser, sodass die Blätter an der Oberfläche bleiben.

Bewurzelungssubstrat
Es ist wichtig, das richtige Substrat für die Bewurzelung vorzubereiten. Am besten eignet sich grobkörniger Flusssand, aber auch feiner Sand ist möglich.
Sand ist ein inerter Boden ohne Nährstoffe, der nicht anfällig für die Entwicklung von Pilzen und Bakterien ist. Sand speichert außerdem Luft und Feuchtigkeit gut.
Um das Substrat weiter aufzulockern, geben Sie 10–20 % Vermeculit oder Agroperlite zum Sand und vermischen Sie alles gut.

Füllen Sie anschließend 5–7 cm organisches Material auf den Boden des Stecklingsbehälters – in unserem Fall gewöhnliches frisches Gras.
Füllen Sie das Gras mit dem vorbereiteten Substrat auf. Der Stecklingsbehälter muss über Drainagelöcher verfügen.

Wenn das organische Material zu verrotten beginnt, erwärmt es zum einen das Substrat und bereitet zum anderen Nährstoffe für das Wurzelsystem des Stecklings vor.
Steckling einpflanzen
Pflanzen Sie den vorbereiteten Steckling bis zu den obersten Knospen in das Substrat ein, um die Verdunstungsfläche weiter zu reduzieren.
Durch diese Pflanzung wachsen die Hortensienknospen außerdem von unten, was zu einem üppigen Busch führt.
Wenn Sie die Stecklinge im Freien lassen möchten, decken Sie sie unbedingt mit einem Glas oder einer abgeschnittenen Flasche ab.

Wenn Sie die richtige Temperatur (ca. +20 Grad) und eine normale Bodenfeuchtigkeit einhalten, erhalten Sie in 2–3 Monaten einen Steckling mit einem guten Wurzelsystem, der zum Einpflanzen bereit ist.
