Eines der Merkmale unserer modernen, technologisch hochentwickelten Gesellschaft ist – scheinbar paradoxerweise – das Bedürfnis nach Wundern.
Allein im Gesundheitswesen werden Dutzende, ja Hunderte solcher Wunder benötigt. Wir warten sehnsüchtig auf das Heilmittel, das Millionen junger Menschen und Kinder mit Krebs und Leukämie rettet, auf das Wundermittel, das uns vor den immer aggressiver und schwerer zu kontrollierenden Grippe- und Hepatitis-Epidemien bewahrt. Die Suche hat noch nicht begonnen, doch wir alle warten auf das Wundermittel, das diese Welt von Bösem und Gewalt befreit…
Und doch sind Wunder so nah! Was uns fehlt, ist nicht das Wunder selbst, sondern die Ausdauer der Menschen. Ein Teelöffel Bienenpollen, alle paar Tage eingenommen, zeigt keine Wirkung, wohingegen eine Kur mit zwei bis drei Teelöffeln täglich über 21 Tage eine außergewöhnlich stärkende Wirkung hat. Dasselbe gilt für die Kur mit Sanddornpulver oder -nektar, die ein wahres Allheilmittel ist.
Manche Leser erinnern sich vielleicht noch an die erstaunlichen Leistungen des Biologen Professor Ion Brad, eines rumänischen Wissenschaftlers, der sein ganzes Leben der Erforschung dieser gelb-orangen Frucht widmete. Sie ist so klein wie ein Kirschkern und wächst von Herbst bis Frühling an den Zweigen weißlicher Sträucher, trotzt dort Kälte und Frost.
Mit Extrakten dieser Frucht heilte Professor Brad eine Vielzahl von Krankheiten, von Bronchitis und wiederkehrender Blasenentzündung bis hin zu Krebs und Leukämie. Er linderte sogar die verheerenden Auswirkungen von AIDS. Bevor sie jedoch als Medikament eingesetzt wird, eignet sie sich gut zur Stärkung des Immunsystems. Wie lässt sich ihre außergewöhnliche Wirkung erklären?
Sanddorn gehört zu den Pflanzen mit dem höchsten Gehalt an Vitamin F und E (Vitamin E wird auch als „Vitamin der Jugend“ bezeichnet), da diese Vitamine an den wichtigsten Regenerationsprozessen des Körpers beteiligt sind.
Neben Vitamin E ist Sanddorn sehr reich an den Vitaminen A, C und PP sowie an allen B-Vitaminen. Angesichts dieses „Arsenals“ überrascht die beeindruckende Erfolgsbilanz der Sanddornbehandlung niemanden mehr.
Die Frucht enthält:
Trockenmasse (15–20 %)
Zucker (0,05–0,5 %)
organische Säuren (1,5–4 %)
Pektine (0,14–0,5 %)
Polyphenole und Tannine, Flavonoide (1,8 %)
Cellulose (0,9 %)
Proteine (1,2 %)
besonders komplexes Öl (8–12 %)
β-Carotin (3,5–10 %)
Spurenelemente (darunter Phosphor 194,4 mg %, Calcium 211,8 mg %, Magnesium 186,1 mg %, Kalium 165,1 %, Natrium 2,8 mg %, Eisen 13,84 mg %)
fettlösliche Vitamine (Vitamin A < 380 mg %, Vitamin E 16 mg %, Vitamin K, Vitamin D 20 mg %)
wasserlösliche Vitamine (Vitamin C, Vitamin P, Vitamin F 8 mg %) Vitamin B1-B9 (Menge: 360–2500 mg/100 g Frucht)
18 essentielle Aminosäuren
Essentiale Fettsäuren (80–90 %)
Sanddornfrüchte werden sowohl therapeutisch bei Hypo- und Avitaminose, Anämie und in der Rekonvaleszenz als auch als Lebensmittel in Form von Säften, Sirupen, Marmeladen usw. verwendet. Ein 2–3%iger Aufguss kann ebenfalls zubereitet werden, 2–3 Tassen täglich.
Aufgrund ihrer Zusammensetzung und des Vitamingehalts werden Sanddornfrüchte zur Vorbeugung von Erkältungen eingesetzt. Sanddornaufguss ist vor allem für seine positive Wirkung bei Lebererkrankungen und Vitaminmangel bekannt. Durch die Zugabe einiger Hagebutten zum Sanddornaufguss entsteht ein vitaminreicher Tee.
Sanddornsaft.
Zubereitung: Der Saft wird zu Hause aus frischen Sanddornfrüchten hergestellt. Dazu werden sie mit einem Holzlöffel oder, schneller, mit einem Mixer zerdrückt. Pressen oder Zentrifugieren sind nicht geeignet, da dabei wichtige Inhaltsstoffe des Sanddorns verloren gehen.
Anwendung:
- Zur Stärkung des Immunsystems: Dieser Saft (eigentlich Nektar, da er sowohl Fruchtfleisch als auch Schale enthält) wird täglich in einer Menge von 50–100 ml (50 ml = ein Viertel Glas) getrunken. Die Kur sollte mindestens einen Monat dauern.
Sanddornfrüchte können, falls sie nicht im Handel erhältlich sind, den ganzen Herbst und Winter über (auch gefroren) gesammelt und 1–2 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Um den eher säuerlichen und herben Geschmack des Sanddornsafts zu mildern, kann reiner Bienenhonig (im Verhältnis 3:1) hinzugefügt werden. Dies verstärkt die Wirkung.
- Als Behandlungsmethode für bestimmte Erkrankungen ist Sanddornsaft, insbesondere in Verbindung mit einer lakto-vegetarischen Ernährung, ein sehr wirksames regenerierendes und entgiftendes Elixier. Die Kur damit erzielt außergewöhnliche Ergebnisse bei schweren Erkrankungen. Sie ist angezeigt bei:
*Erkrankungen der Atemwege (chronische Bronchitis, Asthma), erhöhter Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen bei Rauchern und Personen, die in einer gesundheitsschädlichen Umgebung arbeiten
– eine einmonatige Kur mit Sanddornsaft hat eine starke und nachhaltige Wirkung.
*Depressive Verstimmungen
– eine Ernährung mit viel Rohkost wird beibehalten und morgens und abends ein Viertel Glas Saft getrunken; zur Verstärkung der stärkenden Wirkung ist zusätzlich eine Pollenkur angezeigt.
*Krebs verschiedener Lokalisationen
Eine zwar wenig appetitliche, aber bei dieser Erkrankung sehr wirksame Kombination besteht aus Sanddornsaft (ein Viertel Glas) und Knoblauchsaft (2–3 Teelöffel). Bei Leukämie zeigt eine 1–2-monatige Kur mit Sanddornsaft erstaunliche Wirkungen.
*Virusinfektionen: Herpes, Hepatitis A, B und C, HIV
Die Wirkung von Sanddorn manifestiert sich nicht direkt auf Viren, sondern durch eine allmähliche Stimulation des Immunsystems. Eine Kur mit Sanddornsaft wird für mindestens 40 Tage empfohlen.
Sanddornpulver
Zubereitung: Es wird aus getrockneten Sanddornfrüchten (erhältlich in Drogerien) hergestellt, die mit einer elektrischen Kaffeemühle oder in einem Mörser so fein wie möglich gemahlen werden. Das so erhaltene Pulver wird in Gläsern aufbewahrt (in Papiertüten verliert es in großen Mengen sein Fett, das vom Körper aufgenommen wird).
Anwendung:
Zur Stärkung des Immunsystems: Dreimal täglich 1 Teelöffel auf nüchternen Magen einnehmen. Das Pulver 10–15 Minuten unter der Zunge behalten, bevor es geschluckt wird.
Sanddornöl.
Es handelt sich um ein ausschließlich industriell hergestelltes Heilmittel, das in Apotheken und Drogerien erhältlich ist. Nach Palmöl ist es das weltweit am zweitreichsten an Vitamin E enthaltende Öl.
Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken. Sie ersetzen nicht die Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder Spezialisten. Vor Beginn einer pflanzlichen Kur wird empfohlen, einen Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren.