In der chinesischen Medizin wird Schöllkraut aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften seit Jahrtausenden verwendet. Schöllkraut ist eine Pflanze mit gelben Blüten, die an wilden oder schattigen Standorten wächst, aber auch im Garten oder sogar in Töpfen angebaut werden kann. Es wird als Heilmittel für über 150 Beschwerden empfohlen, von leichten Hautproblemen bis hin zu Krebs oder Virusinfektionen, die mit den heutigen Medikamenten oft nicht behandelbar sind.
Seit Jahrhunderten wird Schöllkraut zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen, Verdauungsstörungen und Gallenblasenerkrankungen eingesetzt.
Schöllkraut wirkt zudem leicht beruhigend und wurde zur Behandlung von Asthma, Bronchitis und Keuchhusten verwendet.
Es ist ein ausgezeichnetes Mittel für Menschen mit Lebererkrankungen infolge von Vergiftungen und Hepatitis-Virusinfektionen. Es wird in Pulverform eingenommen, eine Prise (ca. 0,5 Gramm) dreimal täglich über einen Zeitraum von 21 Tagen mit einer Pause von 7–10 Tagen.
Schöllkraut kann Krebs bekämpfen. Es enthält viele starke Antioxidantien. Forscher der Comenius-Universität kamen zu dem Schluss, dass Schöllkrautextrakt Isochinolin-Alkaloide und Flavonoide enthält, die durch ihre antioxidative Wirkung eine wichtige Rolle bei der Krebsprävention spielen könnten.
Schöllkraut kann die Gallenproduktion anregen. Es ist bekannt, dass eine erhöhte Gallenproduktion die Verdauungsprozesse des Körpers effizienter gestaltet, insbesondere durch den Abbau von Fetten und die Unterstützung der Ausscheidung von Giftstoffen.
Es besitzt antimikrobielle Eigenschaften. Eine Studie der zahnmedizinischen Fakultät der Chinesischen Medizinischen Universität deutet darauf hin, dass Schöllkraut eine signifikante Wirkung gegen schädliche Organismen wie Streptokokken aufweist.
Es kann bei der Bekämpfung von Warzen und Muttermalen helfen. Schöllkraut enthält einen charakteristischen Milchsaft, der auch Enzyme und Phytocystin-Chelidostatin, einen Cystein-Protease-Inhibitor, enthält. Diese Inhaltsstoffe könnten erklären, wie die äußerliche Anwendung der Pflanze Warzen und Muttermale bekämpfen kann.
Wie kann Schöllkraut angewendet werden?
Äußerliche Anwendung: Den gelben Saft des Schöllkrauts auf Warzen auftragen und 1 Stunde einwirken lassen.
Aufguss: 3–4 Esslöffel zerstoßenes Schöllkraut in einem halben Liter Wasser 8–10 Stunden köcheln lassen, anschließend abseihen und als Tee trinken.
Pulver: Das Pulver wird durch möglichst feines Mahlen der getrockneten Schöllkrautstängel mit einer elektrischen Kaffeemühle gewonnen. Es wird in luftdicht verschlossenen Gläsern an einem kühlen Ort aufbewahrt.
Tinktur: 15 Esslöffel Schöllkrautpulver in ein Glas mit Deckel geben und mit zwei Gläsern und ca. 400 ml 50%igem Alkohol übergießen. Das Glas luftdicht verschließen und zwei Wochen ziehen lassen. Viermal täglich 50–100 Tropfen, verdünnt mit etwas Wasser, einnehmen.
Nutzen von Schöllkraut:
- Behandlung von Warzen (Verrucas)
Dies ist die bekannteste Anwendung. Frischer Schöllkrautsaft wird 2-3 Mal täglich über mehrere Tage oder Wochen direkt auf die Warzen aufgetragen. Die Wirkstoffe im Schöllkraut (Chelidonin, Sanguinarin) wirken ätzend, wodurch die Warzen austrocknen und abfallen. - Ungefährliche Papillome und Muttermale
Der Saft wird zur Verkleinerung von Papillomen verwendet. Er wird vorsichtig auf die betroffene Stelle aufgetragen, jedoch NICHT auf verdächtige oder entzündete Muttermale.
Vor der Anwendung wird eine dermatologische Beratung empfohlen.
- Fußpilz (Mykose)
Aufgrund seiner antimykotischen Wirkung kann der Saft auf von Pilz befallene Nägel oder zwischen den Zehen aufgetragen werden. Er wirkt austrocknend und reduziert die Pilzinfektion. - Herpes (oral oder genital)
Bei der Anwendung mit einem Wattestäbchen auf Herpes im Frühstadium kann der Saft die Heilung beschleunigen und Beschwerden lindern. - Hautreinigung – Akne, Mitesser
Leicht verdünnt oder in Kombination mit Ölen (z. B. Kokosöl) kann es lokal angewendet werden, um Haut mit entzündlicher Akne, Pickeln oder übermäßiger Talgproduktion zu beruhigen. - Leberentgiftung (innerliche Anwendung – mit großer Vorsicht!)
In streng kontrollierten Dosen und unter Aufsicht eines Phytotherapeuten wird Schöllkraut angewendet zur:
Anregung der Gallenproduktion (choleretisch-cholagogisch)
Leberentgiftung
Linderung von Gelbsucht und chronischer Hepatitis
Der Saft sollte NICHT ohne ärztlichen Rat eingenommen werden, da er in hohen Dosen giftig sein kann.
- Linderung rheumatischer Schmerzen
Frischer Saft kann Salben beigemischt oder direkt auf schmerzende Stellen aufgetragen werden. Er kann eine lokale entzündungshemmende Wirkung haben.
Der Saft des Schöllkrauts (Chelidonium majus), aufgrund seiner orangefarbenen Farbe auch als „Gelbe Milch“ bekannt, wird traditionell in der Volksmedizin wegen seiner antimykotischen, antiviralen, entzündungshemmenden und entgiftenden Eigenschaften verwendet.
Achtung! Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt nicht die Beratung durch einen qualifizierten Arzt. Vor dem Verzehr von Schöllkraut jeglicher Art ist es ratsam, einen Spezialisten zu konsultieren.