Ein unsachgemäßer Schnitt ist nicht nur ein ästhetisches Problem – er bietet Pilzen und Bakterien eine dauerhafte Eintrittspforte, die den Baum über Jahre schwächen.
Drei Schnitte, drei Folgen:
Schnitt mit Stumpf (zu lang) → Der Stumpf trocknet aus, heilt aber nicht. Das tote Holz zieht Pilze an, die allmählich in Richtung Stamm vordringen. Der Schaden kann erst nach Jahren von außen sichtbar werden.
Schnitt direkt am Stamm (zu kurz) → Der Astkragen, das für die Wundheilung zuständige Gewebe, wird zerstört. Der Baum kann die Wunde nicht richtig verschließen und bleibt dauerhaft ungeschützt.
Richtiger Schnitt → Knapp außerhalb des Astkragens, im natürlichen Winkel der Astwurzel. Der Baum bildet Kallus und verschließt die Wunde innerhalb einer Vegetationsperiode.
Der Astkragen ist der leicht erhabene oder raue Bereich, wo der Ast am Stamm ansetzt. Hier befinden sich die Zellen, die für die Wundheilung verantwortlich sind. Ein zu kurzer Schnitt zerstört dieses Gewebe. Schneidet man zu tief, ist das Werkzeug unbrauchbar.
Verwenden Sie immer ein sauberes, scharfes Werkzeug. Ein sauberer Schnitt heilt schnell. Ein unsauberer Schnitt begünstigt Infektionen. 🌿