Wenn du mit dieser Überschrift nach den frühen körperlichen Anzeichen einer Demenz fragst: Vorsicht mit solchen Listen. Es gibt keine acht körperlichen Warnzeichen, die eine Demenz zuverlässig erkennen lassen. Früh stehen meist Veränderungen von Gedächtnis, Denken, Sprache, Orientierung und der Bewältigung alltäglicher Aufgaben im Vordergrund.
Mögliche körperliche bzw. neurologische Veränderungen können – abhängig von der Demenzform – unter anderem sein:
- Verändertes Gangbild oder zunehmende Unsicherheit beim Gehen
- Häufige Stürze oder Gleichgewichtsstörungen
- Verlangsamte Bewegungen oder steife Gliedmaßen
- Zittern
- Ohnmachtsanfälle oder deutliche Schwankungen der Wachheit
- Schlafstörungen, insbesondere auffälliges Ausagieren von Träumen
- Schluckbeschwerden
- Verlust von Koordination oder motorischen Fähigkeiten
Diese Beschwerden sind jedoch nicht automatisch ein Hinweis auf Demenz. Beispielsweise können Medikamente, Depression, Infektionen, Schilddrüsenprobleme oder andere neurologische Erkrankungen ähnliche Beschwerden verursachen.
Wichtig: Treten Verwirrtheit oder neurologische Ausfälle plötzlich auf, insbesondere Lähmung, Sprachstörung oder einseitige Schwäche, sollte das sofort medizinisch abgeklärt werden. Solche Symptome können beispielsweise auf einen Schlaganfall hindeuten.
Bei langsam zunehmenden Gedächtnis- oder Verhaltensänderungen ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll – eine frühe Abklärung kann behandelbare Ursachen aufdecken und bei einer tatsächlichen Demenz eine frühzeitige Unterstützung ermöglichen.