Wassermelonenschalen-Marmelade: lecker, nahrhaft und einfach zuzubereiten

Das ist ein absoluter Klassiker unter den Anti-Food-Waste-Ideen! Wer eine Wassermelone isst, wirft meist den weitaus größten Teil weg – dabei steckt gerade in der weißen bis hellgrünen Schale jede Menge Gutes.

Eine Marmelade daraus zu kochen ist nicht nur nachhaltig, sondern schmeckt überraschend fruchtig, frisch und erinnert geschmacklich oft an Zitrusfrüchte oder fein eingelegten Ingwer.

Warum Wassermelonenschalen zu schade für die Tonne sind

  • Wertvolle Nährstoffe: Die weiße Schicht enthält reichlich Citrullin (eine Aminosäure, die unter anderem die Durchblutung und die Regeneration der Muskeln unterstützt), dazu Ballaststoffe, Antioxidantien sowie Vitamin C und B-6.
  • Tolle Textur: Im Gegensatz zum wässrigen Fruchtfleisch hat die Schale eine feste, knackige Struktur. Gekocht erinnert sie an das Mundgefühl von kandierten Früchten oder festeren Obstsorten wie Birnen oder Quitten.

Grundrezept: Wassermelonenschalen-Marmelade

Zutaten:

  • Die weiße Schale von ca. 1 kleinen bis mittelgroßen Wassermelone (die grüne, harte Außenhaut komplett mit einem scharfen Messer oder Sparschäler abschälen)
  • Zucker (oder ein Gelierzucker 2:1 nach Wunsch, ca. 500 g)
  • Saft und Abrieb von 1 bis 2 Bio-Zitronen (die Säure ist wichtig, da Wassermelone von Natur aus sehr wenig Eigensäure hat)
  • Nach Geschmack: Eine Zimtstange, etwas frischer Ingwer oder Bourbon-Vanille

Zubereitung:

  1. Vorbereitung: Die grüne Haut der Wassermelonenschalen großzügig entfernen, sodass nur das feste, weiße Fruchtfleisch übrig bleibt. Dieses in kleine, gleichmäßige Würfel (oder feine Streifen) schneiden.
  2. Einweichen / Vorkochen: Die Würfel mit etwas Wasser und dem Zitronensaft in einen Topf geben und weich kochen (dauert je nach Größe ca. 15–20 Minuten).
  3. Pürieren oder stückig lassen: Je nach Vorliebe kann man die Masse kurz mit dem Pürierstab anmixen (wenn man eine feine Marmelade möchte) oder die knackigen Stücke so belassen (ähnlich wie Chutney oder Fruchtaufstrich mit Stückchen).
  4. Zucker hinzufügen: Den Gelierzucker (oder normalen Zucker plus etwas Pektin) sowie die Gewürze (Zimt/Vanille) unterrühren. Nach Packungsanleitung des Gelierzuckers sprudelnd kochen lassen (meist ca. 4 Minuten).
  5. Abfüllen: Die heiße Marmelade sofort in sterile Schraubgläser füllen, fest verschließen und kurz auf den Kopf stellen.

Verwendung in der Küche

Der so entstandene Aufstrich schmeckt fantastisch auf frischem Brot, als ausgefallene Käsebegleitung (besonders gut zu Ziegenkäse oder gereiftem Schnittkäse) oder zum Verfeinern von Joghurt und Müsli.

Hast du schon öfter mal Teile von Lebensmitteln verarbeitet, die sonst im Müll landen (wie Rote-Bete-Blätter oder Brokkolistünge), oder probierst du dieses Zero-Waste-Prinzip jetzt zum ersten Mal aus?

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