Die 10 Symptome von hohem Cholesterinspiegel: Die Alarmsignale Ihres Körpers

Cholesterin ist ein für den Körper lebenswichtiger Lipidstoff, der an der Synthese von Zellmembranen, Steroidhormonen und Vitamin D beteiligt ist. Ein erhöhter Cholesterinspiegel – insbesondere des LDL-
Cholesterins („schlechtes“ Cholesterin) – ist jedoch ein Hauptrisikofaktor für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter Herzinfarkt und Schlaganfall.

Da sich eine Hypercholesterinämie in den meisten Fällen ohne offensichtliche Symptome entwickelt („stille Krankheit“), ist das Erkennen indirekter Anzeichen für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von entscheidender Bedeutung.


Die 10 möglichen Symptome eines hohen Cholesterinspiegels

Wichtiger Hinweis:Diese Symptome treten nicht ausschließlich bei hohem Cholesterinspiegel auf, können aber weitere Untersuchungen (Blutfettprofil) erforderlich machen.


1. Xanthelasma (gelbe Ablagerungen auf den Augenlidern)

  • Was sie sind: Fettablagerungen unter der Haut, die sich insbesondere im oberen und unteren Augenlidbereich befinden.
  • Bedeutung: Xanthelasmen können auf eine schwere Dyslipidämie oder familiäre Hypercholesterinämie hinweisen.

2. Xanthome (Fettknötchen unter der Haut)

  • Wo sie auftreten: Ellbogen, Knie, Hände, Achillessehne.
  • Bedeutung: Ansammlung von Cholesterin in Weichteilen.

3. Hornhautring (Arcus senilis)

  • Erscheinungsbild: Weißlicher oder grauer Ring am Rand der Hornhaut, besonders sichtbar nach dem 40. Lebensjahr.
  • Bedeutung: Verbunden mit Dyslipidämien, insbesondere wenn es frühzeitig auftritt (<40 Jahre).

4. Brustschmerzen (Angina Pectoris)

  • Ursache: Durch die Ablagerung atherosklerotischer Plaques an den Herzkranzgefäßen wird der Blutfluss zum Herzen verringert.
  • Manifestation: Einschnürender Schmerz, oft bei Anstrengung oder emotionalem Stress.

5. Chronische Müdigkeit und Energiemangel

  • Erklärung: Eine beeinträchtigte Durchblutung aufgrund einer Verengung der Arterien kann die Sauerstoffversorgung des Gewebes verringern und so zu anhaltender Müdigkeit führen.

6. Taubheitsgefühl oder Kribbeln

  • Erkrankung: Schlechte periphere Durchblutung aufgrund einer Verengung kleiner Gefäße.
  • Häufige Bereiche: Hände, Füße, Finger.

7. Kopfschmerzen

  • Mechanismus: Zerebrale Hypoperfusion aufgrund von Arteriosklerose.
  • Wichtig: Plötzliche oder starke Kopfschmerzen können auf ein Schlaganfallrisiko hinweisen.

8. Gewichtszunahme (vor allem im Taillenbereich)

  • Korrelation: Dyslipidämie ist häufig mit dem metabolischen Syndrom (abdominale Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Insulinresistenz) verbunden.

9. Sehstörungen

  • Ursache: Durch Arteriosklerose der Netzhautarterien kann es zu einer Verringerung der Durchblutung der Netzhaut kommen.
  • Symptome: Verschwommenes Sehen, helle Flecken, verminderte Sehschärfe.

10. Erektionsschwierigkeiten (erektile Dysfunktion)

  • Erklärung: Arteriosklerose beeinträchtigt die kleinen Gefäße im Penis und verringert den für eine Erektion notwendigen Blutfluss.
  • Anzeichen: Eine erektile Dysfunktion vaskulärer Genese kann einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 3–5 Jahre vorausgehen.

Risikofaktoren im Zusammenhang mit hohem Cholesterinspiegel

  • Ernährung mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren und Transfetten
  • Bewegungsmangel
  • Fettleibigkeit
  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Genetische Veranlagung (familiäre Hypercholesterinämie)
  • Aktives oder passives Rauchen

Diagnose

Die einzige zuverlässige Diagnosemethode ist die Erstellung eines Blutfettprofils :

  • Gesamtcholesterin
  • LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein) – das „schlechte Cholesterin“
  • HDL-Cholesterin (High-Density-Lipoprotein) – das „gute Cholesterin“
  • Triglyceride

Empfehlung:
Screening alle 5 Jahre ab dem 20. Lebensjahr oder häufiger, wenn Risikofaktoren vorliegen.


Hypercholesterinämie ist eine häufige und potenziell gefährliche, aber unauffällige Erkrankung. Das Erkennen indirekter Symptome kann Leben retten, da eine frühzeitige Erkennung und Behandlung (durch Ernährung, Bewegung und bestimmte Medikamente – Statine, Ezetimib, PCSK9-Hemmer) das Risiko schwerer kardiovaskulärer Ereignisse erheblich senkt.

Abschließende Empfehlung: Wenn Sie eines der genannten Symptome bemerken oder Risikofaktoren vorliegen, wenden Sie sich an Ihren Arzt und lassen Sie eine vollständige Blutuntersuchung durchführen.


Bibliographie:

  • National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) – Hoher Cholesterinspiegel im Blut: Was Sie wissen müssen
  • American Heart Association (AHA) – Cholesterinspiegel verstehen
  • Europäische Gesellschaft für Arteriosklerose (EAS) – Leitlinien zur Behandlung von Dyslipidämien

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