Tiere können Ihnen nicht sagen, was passiert ist – aber die Bissspur schon.
Zecke: Ein fester Knoten, der an der Haut festsitzt, meist hinter den Ohren, zwischen den Zehen oder in der Leistengegend. Nicht ziehen – drehen Sie die Zecke mit einer Pinzette gegen den Uhrzeigersinn. Bleibt der Kopf stecken, gehen Sie zum Tierarzt. In Spanien übertragen Zecken Ehrlichiose und Babesiose, beides potenziell schwere Erkrankungen.
Kiefernprozessionsspinnerraupe: Geschwollene Zunge, starker Speichelfluss und Erbrechen nach dem Ablecken oder Beschnüffeln von Raupen am Boden. Die Brennhaare verursachen Nekrosen des Zungengewebes. Spülen Sie das Maul mit lauwarmem Wasser aus, ohne zu reiben, und gehen Sie sofort zum Tierarzt – zwischen Januar und April zählt jede Minute.
Mücke: Mehrere Quaddeln an Stellen mit wenig Behaarung – Bauch, Leistengegend, Ohren. In Spanien wird Leishmaniose vor allem in der südlichen Hälfte und der Levante-Region durch Sandmücken übertragen. Ein spezielles Antiparasitenhalsband gegen Sandmücken kann hier entscheidend sein.
Flöhe: Ständiges Kratzen, besonders am Schwanzansatz und am Bauch. Viele Hunde entwickeln eine Allergie gegen Flohspeichel – ein einziger Biss kann eine Dermatitis auslösen, die wochenlang anhält.
Wespen- oder Bienenstiche: Rasche Schwellung an Schnauze oder Pfoten – Stellen, an denen neugierige Hunde ihre Nase hineinstecken. Breitet sich die Schwellung auf den Hals aus oder treten Atembeschwerden auf, handelt es sich um eine Anaphylaxie, die sofortige tierärztliche Behandlung erfordert.
Vipernbisse: Zwei Einstichstellen im Abstand von 1–2 cm, fortschreitende Schwellung und starke Schmerzen. In Spanien ist die Stumpfnasenotter in ländlichen Gebieten im Norden und Zentrum verbreitet. Versuchen Sie nicht, den Biss auszusaugen oder ihn einzuschneiden – ruhigstellen Sie die betroffene Stelle und suchen Sie einen Tierarzt auf.
Raupen: Lokalisierte Dermatitis mit Quaddeln an den Kontaktstellen. Anders als bei Prozessionsspinnen – weniger schwerwiegend, aber genauso schmerzhaft.
Spinnenbiss: Schwellung mit einem zentralen Punkt; bei einem Biss am Bein kann es zu Lahmheit kommen. Die meisten spanischen Spinnen sind nicht gefährlich, aber beobachten Sie, ob die Schwellung innerhalb von 24 Stunden zunimmt.
Wenn Ihr Haustier nach einem Gartenbesuch plötzlich stark sabbert, sich verzweifelt kratzt oder eine rasche Gesichtsschwellung zeigt, handeln Sie sofort – die Zeit zwischen der Reaktion und der Behandlung ist entscheidend für den Behandlungserfolg.