Von der eigenständigen Entfernung von Hautanhängseln (Fibromen) oder Warzen mit Wasserstoffperoxid im Rahmen einer Selbstbehandlung ist dringend abzuraten.
Dafür sprechen gewichtige medizinische Gründe:
- Gefahr von Verätzungen und Narben: Handelt es sich um höher konzentriertes Wasserstoffperoxid, kann dies zu schmerzhaften chemischen Verbrennungen der gesunden Haut, bleibenden Pigmentstörungen oder unschönen Narben führen. Übliche haushaltsübliche Konzentrationen (wie 3 %) sind wiederum meist wirkungslos, reizen das Gewebe aber dennoch.
- Risiko von Fehldiagnosen: Nicht jede Hautveränderung, die wie eine harmlose Warze oder ein Hautanhängsel aussieht, ist auch gutartig. Im schlimmsten Fall wird ein bösartiger Hauttumor (wie schwarzer Hautkrebs) verkannt und durch aggressive Hausmittel manipuliert, was eine lebensrettende Diagnose verschleppt.
- Infektionsgefahr: Eigenmächtiges Abätzen oder Abschneiden schafft offene Wunden, durch die Bakterien leicht in den Körper eindringen können.
Sicherer Weg: Lassen Sie unliebsame Hautveränderungen immer zuerst von einem Hautarzt (Dermatologen) abklären. In einer Praxis können Warzen oder Fibrome fachgerecht, schmerzarm und keimfrei durch Methoden wie Kryotherapie (Vereisung), Elektrokoagulation oder chirurgische Abtragung entfernt werden.
Haben Sie eine bestimmte Hautveränderung, die Sie schon länger stört, oder wurde diese bereits ärztlich untersucht?